Wahlfeststellung
Strafrecht · Allgemeiner Teil · 16 Prüfungspunkte
Rechtsstand: gegen das Änderungsregister 2015–2026 geprüft, keine Treffer. Das Material stammt aus 2014/2015; eine redaktionelle Durchsicht steht aus.
Erläuterung
Prozessuale Tat (§ 264 StPO) lässt sich nach Ausschöpfung aller Erkenntnisquellen
Erläuterung
Deliktsbegehung wird festgestellt, jedoch unklar, ob Täter darüber hinaus noch weitere Merkmale erfüllt hat. Folge: in dubio mitius, d.h. Bestrafung nur nach dem minderschweren Delikt. Beispiel: Grundtatbestand erweislich, Qualifikation nicht erweislich.
Erläuterung
Täter hat entweder eine leichtere oder eine schwerere Begehungsform gewählt, die sich gegenseitig ausschließen. Folge: in dubio mitius, d.h. Bestrafung nur nach dem milderen Delikt. Beispiele: Vorsatz und Fahrlässigkeit; Täterschaft und Teilnahme; Anstiftung und Beihilfe.
Definition
- Bei Vorliegen eines Stufenverhältnisses
Verurteilung in dubio nach dem leichteren Delikt.
Erläuterung
Täter hat bestimmten Tatbestand verletzt; jedoch unklar durch welche konkrete Handlung. Beispiel: Täter beschwört bei zwei Gerichten das Gegenteil. Folge: eindeutige Verurteilung auf wahldeutiger Grundlage.
Erläuterung
Täter hat entweder den einen oder den anderen Tatbestand verletzt. Delikte schließen sich gegenseitig aus. Folge: Wahldeutige Verurteilung auf eindeutiger Grundlage. Tatbestände müssen rechtsethisch und psychologisch vergleichbar sein.
Erläuterung
Annähernd gleiche Schwere der Schuld und eine nach dem allgemeinen Rechtsempfinden sittliche und rechtlich vergleichbare Bewertung. Beispiel: Verletzung annähernd gleicher Rechtsgüter.
Erläuterung
Vorliegen einer einigermaßen gleichartigen seelische Beziehung des Täters zu den in Frage kommenden Verhaltensweisen.
Definition
- Ansonsten
Freispruch in dubio pro reo