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Schadensersatz

Stand 2014/2015 · Registerabgleich 22.8.2026

aus Vertrag
§§ 437 Nr. 3, 280 ff. / 311a Abs. 2 BGB
1.
Anwendbarkeit des Sachmängelrechts
2.
Wirksamer Vertrag
3.
Vorliegen eines Mangels
4.
(Erfolgsloses Nacherfüllungsverlangen mit) Fristsetzung, § 281 Abs. 1 Satz 1 BGB, grundsätzlich bei Schadensersatz statt der Leistung, § 281 Abs. 1 Satz 1 BGB, Ausnahme: §§ 281 Abs. 2, 440 BGB, bei einfachem Schadensersatz gem. § 280 Abs. 1 BGB, bei unbehebbaren Mängeln
5.
Keine Exkulpation des Verkäufers, §§ 280 Abs. 1 2 BGB bzw. § 311a Abs. 2 Satz 2 BGB
6.
Kein Ausschluss, gem. §§ 442, 444, 475 BGB; durch AGB (§ 309 Nr. 8 b BGB beachten), individuelle Parteivereinbarung
7.
Keine Verjährung, § 438 Abs. 1 BGB
8.→
Rechtsfolge
a.
SEA neben der Leistung, §§ 280 Abs. 1, 437 Nr. 3 BGB
b.
SEA statt der Leistung, §§ 280 Abs. 1, Abs. 3, 281, 437 Nr. 3 BGB
c.
SEA wegen anfänglicher Unmöglichkeit der Nacherfüllung, §§ 311a, 437 Nr. 3 BGB
d.
SEA wegen nachträglicher Unmöglichkeit der Nacherfüllung, §§ 280 Abs. 1, Abs. 3, 283, 437 Nr. 3 BGB
e.
SEA statt der ganzen Leistung nur bei Erheblichkeit des Mangels, § 281 Abs. 1 3 BGB (ggf. i.V.m. §§ 311a Abs. 2 3 oder 283 Satz 2 BGB)
f.
Alternativ: Aufwendungsersatz gem. § 284 BGB
§ 523 Abs. 1 und 2 BGB
1.
Schenkung
2.
Rechts- oder Sachmangel, den der Schenker arglistig verschwiegen hat
→
Rechtsfolge
1.
Kündigung eines Dienstvertrags aus wichtigem Grund
2.
der andere Teil hat den Grund durch vertragswidriges Verhalten gesetzt
→
Rechtsfolge
§ 634 Nr. 4, § 280 ff. / 311a Abs. 2 BGB
1.
Anwendbarkeit
2.
Wirksamer Werkvertrag, § 631 Abs. 1 BGB
3.
Vorliegen eines Mangels
4.
Erfolgloses Nacherfüllungsverlangen / Fristsetzung, §§ 634 Nr. 4 i.V.m. 281 Abs. 1 Satz 1 BGB, grundsätzlich bei Schadensersatz statt der Leistung, § 281 Abs. 1 Satz 1 BGB; Ausnahme: §§ 281 Abs. 2, 636 BGB; bei einfachem Schadensersatz gem. § 280 Abs. 1 BGB; bei unbehebbaren Mängeln
5.
Keine Exkulpation des Unternehmers, §§ 280 Abs. 1 Satz 2 oder 311a Abs. 2 Satz 2 BGB
6.
Kein Ausschluss der Mängelhaftung, gem. §§ 639, 640 Abs. 2 BGB; durch AGB (§ 309 Nr. 8 b BGB beachten); Parteivereinbarung
7.
Keine Verjährung, § 634a BGB
→
Rechtsfolge
a.
SEA neben der Leistung, §§ 280 Abs. 1, 634 Nr. 4 BGB
b.
SEA statt der Leistung, § 280 Abs. 1 und 3, 281, 634 Nr. 4 BGB
c.
SEA wg. anfänglicher Unmöglichkeit der Nacherfüllung, §§ 311a Abs. 2, 634 Nr. 4 BGB
d.
SEA wg. nachträglicher Unmöglichkeit der Nacherfüllung, §§ 280 Abs.  und 3, 283, 634 Nr. 4 BGB
1.
Reisevertrag
2.
Reisemangel
3.
der Reiseveranstalter hat den Mangel zu vertreten, soweit nicht § 651f Abs. 1 Halbsatz 2 BGB eingreift
→
Rechtsfolge
1.
Anwendbarkeit
2.
Wirksamer Mietvertrag
3.
Mangel gem. § 536 Abs. 1, Abs. 2 BGB
4.
Vertretenmüssen
a.
Sofern Mangel bei Vertragsschluss: Garantiehaftung, § 536a Abs. 1 Fall 1 BGB (anfänglich)
b.
Sofern Mangel nach Vertragsschluss: Vertretenmüssen erforderlich, § 536a Abs. 1 Fall 2 BGB (später)
5.
Kein Ausschluss, z.B. Parteivereinbarung, AGB, § 536b BGB, § 536d BGB
6.→
Schadensersatz
7.
Keine Verjährung, § 195 BGB (nicht § 548 BGB)
Schadensersatz bei anfänglicher Unmöglichkeit (§§ 311a Abs. 2, 275 Abs. 4 BGB)
0.
Anwendbarkeit
1.
Wirksames Schuldverhältnis gem. § 311a Abs. 1 BGB
2.
Unmöglichkeit der Leistung zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses (anfänglich)
a.
b.
gem. § 275 Abs. 2, Abs. 3 BGB (Einreden!)
3.
Vertretenmüssen des Schuldners
a.
grundsätzlich vermutet, § 311a Abs. 2 Satz 2 BGB
b.
Exkulpationsmöglichkeit
4.→
Rechtsfolge
a.
Schadensersatz statt der Leistung, §§ 311a Abs. 2 F. 1 i.V.m. 249 ff. BGB
b.
Schadensersatz statt der ganzen Leistung (bei Interessenfortfall bzw. erheblicher Pflichtverletzung), §§ 311a Abs. 2 Satz 3 i.V.m. 281 Abs. 1 Satz 2 BGB
c.
Ersatz des stellvertretenden commodum, § 285 BGB (eigenständige Anspruchsgrundlage)
d.
Im übrigen kann der Schuldner das Geleistete zurückverlangen (§§ 346 Abs. 1, 281 Abs. 5, 311a Abs. 2 Satz 3 BGB)
Schadensersatz bei nachträglicher Unmöglichkeit (§§ 280 Abs. 1, Abs. 3, 283, 275 Abs. 4 BGB)
0.
Anwendbarkeit (Abgrenzung zur Schlechtleistung)
1.
Wirksames Schuldverhältnis gem. § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB
2.
Unmöglichkeit der Leistung nach Vertragsschluss (nachträgliche Unmöglichkeit einer Leistungspflicht)
a.
b.
gem. § 275 Abs. 2, Abs. 3 BGB (Einreden!)
3.
Objektive Pflichtverletzung des Schuldners (in Form der Nichtleistung)
4.
Vertretenmüssen des Schuldners (Bewahrung der Leistungsfähigkeit)
a.
grundsätzlich vermutet, § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB
b.
Exkulpationsmöglichkeit
5.→
Rechtsfolge
a.
Schadensersatz statt der Leistung, §§ 280 Abs. 1, Abs. 3, 283, 275 Abs. 4 i.V.m. 249 ff. BGB
b.
Schadensersatz statt der ganzen Leistung (bei Interessenfortfall bzw. erheblicher Pflichtverletzung), §§ 283 Satz 2 i.V.m. 281 Abs. 1 2 BGB
c.
Ersatz des stellvertretenden commodum, § 285 BGB (Herausgabeanspruch)
d.
Im übrigen kann der Schuldner das Geleistete zurückverlangen (§§ 346 Abs. 1, 281 Abs. 5, 283 Abs. 1 2 BGB)
Nichterfüllung trotz Möglichkeit, relatives Fixgeschäft (§ 376 Abs. 1 Satz 1 HGB)
1.
beiderseitiges Handelsgeschäft
2.
Fixhandelskauf, § 376 Abs. 1 HGB
3.
Nichtleistung zur bestimmten Zeit
→
Rechtsfolge
Verzögerungsschaden bei Nichterfüllung trotz Möglichkeit (§§ 280 Abs. 1 und 2, 286 BGB)
0.
Anwendbarkeit
1.
Wirksames Schuldverhältnis
2.
Möglichkeit der Leistung (Abgrenzung zur Unmöglichkeit)
3.
Fälliger und durchsetzbarer Anspruch, § 286 BGB
4.
Nichtleistung (= Pflichtverletzung gem. § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB)
5.
Mahnung oder Entbehrlichkeit
6.
Keine Beendigung des Verzugs
7.
Vertretenmüssen
8.→
Rechtsfolge
a.
Schadensersatz neben der Leistung
b.
Haftungsverschärfung, § 287 Satz 2 BGB
Schadensersatz statt der Leistung bei Verzögerung der Leistung (§§ 280 Abs. 1 und 3, 281 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 Var. 1 BGB)
1.
Wirksames Schuldverhältnis gem. § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB
2.
Möglichkeit der Leistung (Abgrenzung zur Unmöglichkeit)
3.
Fälliger und durchsetzbarer Anspruch, § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB
4.
Pflichtverletzung in Form der Nichtleistung, § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB
5.
Fristsetzung zur Leistungserbringung + ergebnisloser Fristablauf (§ 281 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 BGB) oder Entbehrlichkeit
a.
gem. § 281 Abs. 2 Var. 1 BGB (ernsthafte und endgültige Leistungsverweigerung)
b.
gem. § 281 Abs. 2 Var. 2 BGB (sonstige Gründe, z.B. Erfüllungsdringlichkeit)
6.
Eigene Vertragstreue des Gläubigers (ungeschriebenes Merkmal)
7.
Vertretenmüssen gem. § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB grundsätzlich vermutet
8.→
Rechtsfolge
a.
SEA statt der Leistung (§§ 280 Abs. 1, Abs. 3, 281 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 Var. 1 i.V.m. 249 BGB
b.
Schuldner: Rückforderung des Geleisteten nach §§ 346 ff., 281 Abs. 5 BGB
Schadensersatz statt der Leistung bei Schlechterfüllung (§§ 280 Abs. 1 und 3, 281 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 1 Var. 2 BGB)
0.
Anwendbarkeit
1.
Wirksames Schuldverhältnis gem. § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB
2.
Fälliger und durchsetzbarer Anspruch, § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB
3.
Pflichtverletzung in Form der Schlechtleistung, § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB („nicht oder nicht wie geschuldet erbrachte Leistung“)
a.
bzgl. der Hauptleistungspflichten
b.
bzgl. der Nebenleistungspflichten
c.
ggf. ergänzend oder vorrangig spezielle Vorschriften der Sachmängelhaftung beachten!
4.
Fristsetzung zur Leistungserbringung + ergebnisloser Fristablauf (§ 281 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 BGB) oder Entbehrlichkeit
a.
gem. § 281 Abs. 2 Var. 1 BGB (ernsthafte und endgültige Leistungsverweigerung)
b.
gem. § 281 Abs. 2 Var. 2 BGB (sonstige Gründe)
5.
Vertretenmüssen
6.
Eigene Vertragstreue
7.→
Rechtsfolge
a.
Schadensersatz statt der Leistung, §§ 280 Abs. 1 und 3, 281 i.V.m. 249 BGB
b.
Schadensersatz statt der ganzen Leistung nur bei Erheblichkeit der Pflichtverletzung, § 281 Abs. 1 Satz 3 BGB
c.
im übrigen kann der Schuldner das Geleistete zurückverlangen, § 281 Abs. 5 BGB
Schadensersatz statt der Leistung bei Nebenpflichtverletzung (§ 280 Abs. 1 und 3, 282, 241 Abs. 2 BGB)
Schadensersatz neben der Leistung bei Nebenpflichtverletzung von Nebenpflichten (§ 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2 BGB)
0.
Anwendbarkeit
1.
Wirksames Schuldverhältnis gem. § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB (alternativ)
2.
Verletzung einer nicht leistungsbezogenen Nebenpflicht gem. § 241 Abs. 2 BGB (alternativ)
1.
Schutzpflichten (Achtung des Integritätsinteresses)
2.
Aufklärungspflichten
3.
Leistungstreuepflichten (str.)
3.
Vertretenmüssen
4.→
Rechtsfolge
Diskriminierung unter Verstoß gegen das AGG (§ 21 Abs. 1 und 2 AGG)
1.
Verstoß gegen ein Benachteiligungsverbot des AGG
2.
im zivilrechtlichen Massengeschäft oder bei vergleichbarer Lage, § 19 AGG
→
Rechtsfolge
§§ 600 Abs. 2 i.V.m. 302 Abs. 4 ZPO
1.
Vorbehaltsurteil, § 302 ZPO
2.
der vorbehaltene Anspruch besteht nicht
→
Rechtsfolge
Schadensersatz bei vorläufiger Vollstreckung und späterer Aufhebung des Urteils (§ 717 Abs. 2 und 3 ZPO)
1.
vorläufige Vollstreckung
2.
das Urteil wird aufgehoben oder abgeändert
→
Rechtsfolge
aus vertragsähnlichem Verhältnis
Negatives Interesse bei Anfechtung (§ 122 BGB)
1.
Anfechtung einer Willenserklärung
2.
der Anfechtungsgegner hat auf die Gültigkeit vertraut
3.
kein Kennen oder Kennenmüssen des Anfechtungsgrunds
→
Rechtsfolge
Haftung des Vertreters ohne Vertretungsmacht (§ 179 BGB)
1.
Vertreter ohne Vertretungsmacht
2.
der andere Teil hat den Mangel nicht gekannt
3.
der Vertreter hat den Mangel gekannt oder nicht, § 179 Abs. 1 bzw. Abs. 2 BGB
→
Rechtsfolge
SEA bei Verletzung vorvertraglicher Pflichten (§§ 280 Abs. 1, 241 Abs. 2, 311 Abs. 2 / Abs. 3 BGB)
1.
Anwendbarkeit
P
Verhältnis zur Sachmängelhaftung; anwendbar neben den §§ 122, 123 BGB
2.
Vorvertragliches Schuldverhältnis gem. § 311 Abs. 2, Abs. 3 BGB
a.
grundsätzlich durch Aufnahme von Vertragsverhandlungen oder Vertragsanbahnung (§ 311 Abs. 2 Nr. 1 und 2 BGB)
b.
ähnliche geschäftliche Kontakte (§ 311 Abs. 2 Nr. 3 BGB)
c.
Einbeziehung Dritter ggf. über § 311 Abs. 3 BGB (Umfang + Verhältnis zum VSD str.)
3.
Verletzung vorvertraglicher Pflichten (§ 241 Abs. 2 BGB)
a.
Aufklärungspflichtverletzung
b.
Verhinderung der Vertragswirksamkeit
c.
Abbruch von Vertragsverhandlungen
d.
Schutzpflichtverletzungen
4.
Vertretenmüssen
5.→
Rechtsfolge
1.
Schadensersatz neben der Leistung: §§ 280 Abs. 1, 241 Abs. 2, 311 Abs. 2 / Abs. 3 BGB
2.
Schadensersatz statt der Leistung: §§ 280 Abs. 1, Abs. 3, 282, 241 Abs. 2, 311 Abs. 2 / Abs. 3 BGB
Rücktritt vom Verlöbnis (§§ 1298, 1299 BGB)
1.
Verlöbnis
2.
Rücktritt ohne wichtigen Grund oder Veranlassung des Rücktritts durch Verschulden
→
Rechtsfolge
Schadensersatz, echte unberechtigte GoA (§ 678 BGB)
1.
Anwendbarkeit
2.
Geschäftsbesorgung, § 677 BGB
3.
Für einen anderen
a.
Fremdes Geschäft
b.
Bewusstsein der Fremdheit
c.
Fremdgeschäftsführungswille
4.
Ohne Auftrag oder sonstige Berechtigung
5.
Im Interesse des Geschäftsherrn
6.
Unberechtigte Geschäftsübernahme, § 678 BGB
a.
Gegen den wirklichen oder mutmaßlichen Willen
b.
Übernahmeverschulden
→
Schadensersatzanspruch des Geschäftsherrn wegen der Geschäftsübernahme, SEA gem. § 280 Abs. 1 wegen Ausführungsverschulden (str.)
Haftung des Geschäftsführers im Rahmen der GoA wegen Schlechtleistung (§§ 280 Abs. 1, 677 BGB)
1.
GoA
2.
Pflichtverletzung bei der Ausführung
3.
Vertretenmüssen, § 280 Abs. 1 Satz 2 BGB
→
Rechtsfolge
§§ 687 Abs. 2, 678 BGB
1.
angemaßte Eigengeschäftsführung, § 687 Abs. 2 BGB
2.
Übernahme gegen den Willen des Geschäftsherrn, § 678 BGB
→
Rechtsfolge
aus dinglichem Recht
Haftung des Erbschaftsbesitzers, Verweis auf EBV (§§ 2023 ff. BGB)
1.
Erbschaftsbesitz
2.
Verweis auf das EBV, §§ 2023 ff. BGB
→
Rechtsfolge
i.V.m. § 1011 BGB (§§ 989, 990 Abs. 1 BGB)
1.
Anwendbarkeit der §§ 987 ff. BGB
2.
EBV zum Zeitpunkt der Nutzungsziehung oder des schädigenden Ereignisses
3.
Verschlechterung der Sache oder Unmöglichkeit der Herausgabe durch Untergang (§ 989 BGB)
4.
Bösgläubigkeit
a.
Bei Besitzergreifung Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis (§ 990 Abs. 1 Satz 1 BGB)
b.
Später nur bei Kenntnis (§ 990 Abs. 1 Satz 2 BGB)
P
Zurechnung bei Hilfspersonen und Minderjährigen
5.
Verschulden nur bei §§ 989, 990 BGB: §§ 276, 278 BGB
→
Rechtsfolge
i.V.m. § 1011 BGB (§§ 992, 823 ff. BGB)
1.
Anwendbarkeit
2.
EBV im Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses (kumulativ)
3.
Besitzerlangung durch
a.
schuldhafte (wegen Vergleich zum Straftatbestand) verbotene Eigenmacht
b.
oder durch Verstoß gegen einen Straftatbestand (der Eigentumsschutz bezweckt und Art der Besitzbegründung missbilligt)
4.
Tatbestandsvoraussetzungen der §§ 823 ff. BGB
Grund: § 992 BGB ordnet für den Besitzer, der sich den Besitz durch verbotene Eigenmacht oder Straftat verschafft hat, die Haftung „nach den Vorschriften über den Schadensersatz wegen unerlaubter Handlungen“ an — daher hier die volle Prüfung der §§ 823 ff. BGB.
5.→
Rechtsfolge
1.
EBV zwischen mittelbarem und unmittelbarem Besitzer
2.
der Eigentümer nimmt den unmittelbaren Besitzer in Anspruch
3.
der mittelbare Besitzer ist gutgläubig
→
Rechtsfolge
§ 1007 Abs. 3 BGB i.V.m. §§ 989; 990 / 991 / 992 BGB
1.
Anspruch aus § 1007 BGB
2.
Verweis auf die Haftung des EBV, § 1007 Abs. 3 Satz 2 BGB
→
Rechtsfolge
1.
2.
die Anordnung erweist sich als von Anfang an ungerechtfertigt oder wird aufgehoben
→
Rechtsfolge
aus Delikt/Gefährdung
1.
Anwendbarkeit
2.
Rechtsgutsverletzung
a.
Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit, Eigentum: (P) „Weiterfresser“; Störung der gewerblichen Nutzung)
b.
sonstige Rechte, insbesondere Besitz; Recht am eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb; allgemeines Persönlichkeitsrecht, Anwartschaftsrecht
3.
Verletzungshandlung bzw. Unterlassen (bei Verkehrssicherungspflicht)
5.
Rechtswidrigkeit
6.
Verschulden
→
Schadensersatz gem. §§ 249 ff. BGB
1.
Anwendbarkeit (nicht bei EBV, arg. §§ 992, 993 a.E. BGB)
2.
Verletzung eines Schutzgesetzes
a.
Schutzgesetz
aa.
Rechtsnorm gem. Art. 2 EGBGB
bb.
Schutz von Individualinteressen zumindest auch bezweckt
b.
Verletzung (nach den Voraussetzungen des jeweiligen Schutzgesetzes)
3.
Rechtswidrigkeit
4.
→
Schadensersatz gem. §§ 249 ff BGB
a.
insbesondere Schaden vom Schutzzweck der Norm erfasst
b.
beachte: im Gegensatz zu § 823 Abs. 1 BGB auch Ersatz reiner Vermögensschäden
1.
Anwendbarkeit
2.
Behauptung oder Verbreitung wahrheitswidriger Tatsachen
a.
Tatsache
b.
Unwahrheit
3.
Eignung zur Benachteiligung eines anderen
a.
Kreditgefährdung
b.
Sonstige Nachteile für dessen Erwerb oder Fortkommen
4.
Rechtswidrigkeit
5.
Verschulden
→
Rechtsfolge
1.
Anwendbarkeit
2.
Schädigung
a.
Handlung des Anspruchsgegners bzw. Unterlassen
b.
Schaden beim Anspruchsteller
c.
Kausalität
3.
4.
Rechtswidrigkeit
5.
Verschulden
a.
bzgl. Schädigung
b.
bzgl. der Tatsachen, aus denen die Sittenwidrigkeit folgt
→
Rechtsfolge
1.
Anwendbarkeit
2.
Verrichtungsgehilfe
a.
Tätigkeit mit Wissen und Wollen des Geschäftsherrn
b.
Weisungsgebundenheit
3.
Tatbestandsmäßige, rechtswidrige unerlaubte Handlung iSd §§ 823 ff. BGB des Verrichtungsgehilfen
4.
Handlung in Ausführung der Verrichtung (nicht: bei Gelegenheit)
5.
Keine Exkulpation für vermutetes Auswahlverschulden gem. § 831 Abs. 1 Satz 2 BGB
a.
bzgl. mangelnden Verschuldens oder
b.
bzgl. mangelnder Kausalität
→
Rechtsfolge
Haftung des Herstellers für fehlerhafte Produkte (§ 1 Abs. 1 Satz 1 ProdHaftG)
1.
Anwendbarkeit
2.
Rechtsgutsverletzung, § 1 ProdHaftG
a.
Tod, Gesundheits- oder Körperverletzung
b.
Sachbeschädigung
3.
Verletzungshandlung
a.
Produkt, § 2 ProdHaftG
b.
Fehler, § 3 ProdHaftG
c.
Hersteller, § 4 ProdHaftG
4.
Haftungsbegründende Kausalität
5.
Kein Ausschluss gem. § 1 Abs. 2, Abs. 3 ProdHaftG
→
Schadensersatz gem. §§ 249 ff. BGB, modifiziert gem. §§ 6-11 ProdHaftG
Halterhaftung für die Betriebsgefahr des Kfz (§ 7 Abs. 1 StVG)
1.
Anspruchsgegner ist Halter eines Pkw
a.
nicht nur vorübergehend in Gebrauch
b.
Aufkommen für die Kosten („für eigene Rechnung“)
2.
Rechtsgutsverletzung
3.
Beim Betrieb eines Kraftfahrzeugs
a.
Äquivalenztheorie
b.
Adäquanztheorie
c.
Schutzzweck der Nor
P
betriebstechnische- oder verkehrstechnische Auffassung
aa.
verkehrstechnische Ansicht: immer, wenn sich das Kfz im Verkehr befindet, auch wenn es steht
bb.
betriebstechnische Ansicht: wenn das Kfz sich in Bewegung befindet
4.
Kein Ausschluss
a.
unabwendbares Ereignis (§ 7 Abs. 2 StVG)
b.
Benutzung des Pkw durch Dritten ohne Wissen und Willen des Halters (§ 7 Abs. 3 Satz 1 StVG)
c.
Tätigkeit des Geschädigten beim Betrieb des Pkw (§ 8 Nr. 2 StVG)
d.
→
Schadensersatz gem. §§ 249 ff. BGB, §§ 9 ff. StVG
Haftung des Fahrzeugführers (§ 18 StVG)
0.
Anwendbarkeit
1.
Fahrzeugführer
2.
Voraussetzungen des § 7 Abs. 1 StVG
Grund: „In den Fällen des § 7 Abs. 1 ist auch der Führer des Kraftfahrzeugs zum Ersatz des Schadens nach den Vorschriften der §§ 8 bis 15 verpflichtet“ (§ 18 Abs. 1 Satz 1 StVG).
3.
Keine Exkulpation gem. § 18 Abs. 1 Satz 2 StVG, denn § 18 StVG ist Haftung für vermutetes Verschulden
4.
Kein Haftungsausschluss nach §§ 8, 8a StVG
→
SE gem. §§ 9 ff. StVG i.V.m. 249 ff. BGB
1.
Pfändung einer Forderung
2.
der Drittschuldner gibt die Erklärung nach § 840 Abs. 1 ZPO nicht, unrichtig oder nicht rechtzeitig ab
→
Rechtsfolge
1.
Vollstreckung
2.
Schaden des Gläubigers durch verzögerte oder unterlassene Handlung des Gerichtsvollziehers
→
Rechtsfolge
aus Bereicherungsrecht
§§ 812 ff. i.V.m. 818 Abs. 4; 819; 820 BGB i.V.m. §§ 292, 987 ff. BGB
1.
Bereicherungsanspruch
2.
verschärfte Haftung, §§ 818 Abs. 4, 819, 820 BGB
3.
Verweis auf §§ 292, 987 ff. BGB
→
Rechtsfolge
1.
Hinterlegung durch den Gerichtsvollzieher
2.
Pflichtverletzung
→
Rechtsfolge
Haftungsausfüllender Tatbestand
1.
Schadensermittlung
a.
Differenzhypothese
b.
ggf. normative Korrektur
c.
Drittschäden werden grds. nicht ersetzt. Ausnahmen: §§ 844, 845 BGB; § 421 HGB oder allgemein durch das Rechtsinstitut der Drittschadensliquidation.
2.
Schadenszurechnung (= haftungsausfüllende Kausalität)
a.
b.
ggf. Korrektur durch die Adäquanztheorie
c.
ggf. Korrektur nach dem Schutzzweck der Norm
3.
Art und Weise des Schadensersatzes
a.
aa.
bb.
aa.
bb.
c.
Ersatz von entgangenem Gewinn (§ 252 BGB)
d.
Ersatz immaterieller Schäden (§ 253 Abs. 1 BGB i.V.m. § 253 Abs. 2 BGB; 651f Abs. 2 BGB)
4.
Haftungsbeschränkung, -kürzung
a.
Anrechnung von Mitverschulden gem. § 254 Abs. 1 BGB oder § 254 Abs. 2 BGB
b.
Haftungskürzung wg. gestörter Gesamtschuld
Wer haftet mit?